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Ist Biomasse gut oder schlecht?

Biomasse ist – wie jede andere erneuerbare Energie – eine Medaille mit zwei Seiten. Sie hat zweifelsohne Vorzüge, muss allerdings auch mit deutlicher Kritik leben. So wird der Bioenergie unter anderem vorgeworfen, dass Lebensmittelpflanzen wie Mais nicht mehr auf dem Teller, sondern im Tank landen. Doch was überwiegt: die positiven Eigenschaften der grünen Energie oder die Schattenseiten?

An eine Antwort auf diese Frage hat sich das Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt gewagt. Dazu wurden 300 wissenschaftliche Artikel analysiert. Jeder der Beiträge hat sich entweder mit den lobenswerten oder aber den negativen Merkmalen der Biomasse befasst. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler eine breite Palette an Faktoren, angefangen bei den ökonomischen und ökologischen bis hin zu den technologischen und sozialen Auswirkungen der Bioenergie.

Positiv ist, dass Biomasse zur Einsparung von Methan- und CO2-Emissionen führt und weniger fossile Brennstoffe benötigt werden. Ebenfalls pro Biomasse führen die Studienautoren die „Förderung der Regionalwirtschaft“ und die „geringere Abhängig vom Ausland“ an. Ganz oben auf der Liste der negativen Facetten steht, dass unter Umständen die Ernährungssicherheit bedroht wird. Zudem könne der Wald nicht länger als CO2-Speicher dienen, wenn er komplett gerodet und verheizt werde.

Eine eindeutige Antwort, wie Bioenergie zu bewerten ist, liefert die Studie nicht. Dafür einen klaren Denkanstoß. „Unsere Analyse zeigt, dass es nie nur gut oder schlecht ist“, so Studienleiter Helmut Haberl. Bei jedem Bioenergieprojekt müsse abgewogen werden, ob die positiven Auswirkungen die negativen übertreffen. Aufgefallen sei zudem, dass es gerade für Länder, in denen Bioenergie als große Chance gilt, an Studien zur Nutzung von Biomasse mangele. Denn zu bedenken sei: Bioenergie steht nicht automatisch für Nachhaltigkeit.

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