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Welche Chancen bietet die Elektromobilität?

Mit dem Startschuss für den ID.3 hat Volkswagen die Tür zur Elektromobilität für die breite Masse geöffnet. Daher sollen in Zwickau künftig nur noch E-Autos gebaut werden. Denn, betont VW-Chef Herbert Diess: „Es ist keine Frage mehr, ob sich das Elektroauto durchsetzt, sondern wie schnell und in welcher Region der Welt zuerst.“ Doch bringt die E-Mobilität überhaupt den gewünschten Nutzen?

Auto für die Mitte der Gesellschaft

Was früher der Käfer und später der Golf war, soll demnächst der ID.3 sein, „ein Auto für die Mitte der Gesellschaft“. Damit das funktioniert, müssen allerdings erst noch die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Herbert Diess fordert daher: „Wir brauchen eine Besteuerung von CO2, die eine Lenkungswirkung entfaltet. Und bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte in Deutschland.“

Diese Wünsche richtete der VW-Chef direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die versprach, bis 2025 rund 3,5 Milliarden Euro in die Ladeinfrastruktur zu investieren. Zudem sollen die Kaufanreize für Elektroautos verlängert werden. Wobei in diesem Punkt auch die Autoindustrie in der Pflicht sei und die Förderung der E-Mobilität mitfinanzieren müsse.

Keine Verbesserung der CO2-Bilanz

Während auf der einen Seite der Start in eine neue Ära der Mobilität gefeiert wird, äußern Verkehrswissenschaftler ihre Zweifel, dass Elektroautos die CO2-Bilanz eklatant verbessern. „Elektromobilität löst letztendlich die Platzprobleme in den Städten überhaupt nicht und auch nicht die CO2-Problematik“, erklärte Harald Kipke von der TH Nürnberg gegenüber der „Tagesschau“.

Warum? Unter anderem, weil die Akkus hauptsächlich in China produziert werden, und zwar mit Kohlestrom. Im Hinblick auf den Lebenszyklus lohne sich ein E-Auto daher erst spät, sagt Christoph Buchal, Professor für Physik an der Universität Köln.

Aus Sicht von Harald Kipke muss die Verkehrswende daher eine andere Abfahrt wählen. „Die Zukunft liegt für mich ganz klar bei großen und bei mittleren Entfernungen im Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Und bei kürzeren Entfernungen im Fahrrad- und Fußgängerverkehr“, so sein Vorschlag. Christoph Buchal indes setzt auf synthetische und speicherbare Kraftstoffe.

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