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Die eigene Windkraftanlage auf dem Dach

Schaut man aus der Ferne auf Wohnsiedlungen, fallen die dunklen Solarpanels auf einigen Dächern sofort auf. Je nach Lage und Region sind es mal nur wenige Tupfen, die sich von den zumeist roten Dachziegeln abheben. Teils bleibt kein Quadratzentimeter ungenutzt und produziert jeder Nachbar grünen Strom. Was wäre nun, wenn auf jedem Grundstück zusätzlich ein Windrad stünde? Undenkbar? Keineswegs. Inzwischen bietet ein Start-up aus Niedersachsen eine Windkraftlösung für jedermann. Schnell installiert, leise und günstig.

Entwickelt wurde die Mikrowindkraftanlage von FuSystems SkyWind. Die Idee ist genial. Denn es bedarf keiner komplizierten Untersuchungen zu Windkorridoren, zu Abständen bis zur nächsten Wohnbebauung oder zur maximal möglichen Höhe. Auch eine spezielle Genehmigung, um auf dem eigenen Dach Strom aus Wind zu gewinnen, ist nicht erforderlich – immer abhängig von den Regelungen vor Ort.

Das Gerät ist gerade mal 1,50 Meter hoch. Für die Montage – schall- und vibrationsentkoppelt – reicht eine Standardhalterung vollkommen aus. Dazu trägt auch das geringe Gewicht des Rotors bei. Er bringt nur 600 Gramm auf die Waage. Möglich macht es das Ausgangsmaterial, das auch für die nötige Stabilität bei höheren Belastungen sorgt: Luftfahrtaluminium.

Dass die Räder die Nachbarn nicht stören, bestätigt der TÜV Nord. Er hat die Wohngebietstauglichkeit getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass die Mikrowindräder nicht lauter sind als der Wind. Bleibt die Frage: Was leistet der Winzling? Die Nennleistung wird mit einem Kilowatt angegeben. Die Kosten betragen zwischen 2.500 und 3.000 Euro inklusive Montage. Läuft es gut, amortisiert sich die Investition laut Herstellerangaben nach zehn bis dreizehn Jahren. Idealerweise, so das Start-up, kombinieren Hausbesitzer Sonnen- und Windkraft, um von jeder Wetterlage zu profitieren.

Kategorisiert als:Haus & Bau, Windenergie

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