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Holz als Energieträger

Die Debatte um erneuerbare Energien fokussiert sich zunehmend auf die Themen Strom, Netzausbau und Versorgungssicherheit. Übersehen oder zumindest an den Rand gedrängt wird dabei der Aspekt der Wärmeenergie. Schließlich soll im Winter niemand frieren und die Umwelt nach Möglichkeit nur wenig belastet werden. Eine Lösung, auf die viele Haushalte schon seit Jahren und Jahrzehnten zurückgreifen: Holz.

Nun hat nicht jeder einen Kamin, der sämtliche Räume angenehm warm werden lässt. Doch auch mit modernen Heizungsanlagen, die Holz als Energieträger nutzen, lässt sich zur Energiewende beitragen. Aktuell werden in Deutschland knapp 30 Millionen Festmeter Holz verheizt. Scheitholz hat daran mit rund 20 Millionen Festmetern den größten Anteil. Hinzu kommen Hackschnitzel, Pellets und Briketts. Der Vorteil für die Umwelt: Wird Holz verbrannt, setzt es nur die Menge Kohlendioxid frei, die vorher der Umwelt entzogen wurde.

Die Technik der Holzvergaserkessel ist schnell erklärt. Das Holz wird durch einen thermischen Schwelprozess zu Gas und anschließend in einer Brennerdüse verbrannt. Der Wirkungsgrad ist vergleichsweise hoch – deutlich höher als bei den alten Holzöfen. Eine Füllung sorgt stundenlang für wohlige Wärme, wobei der Verbrennungsprozess vollautomatisch und nach Bedarf gesteuert wird.

Da Holzhackschnitzel-Heizungen mit hohen Kosten und einem enormen logistischen und baulichen Aufwand verbunden sind, greifen private Haushalte vermehrt zur Pellet-Heizung. Die kleinen Stäbchen gelten als sehr effiziente Heizenergie-Lieferanten. Das Sparpotenzial im Vergleich zu einer Ölheizung liegt bei bis zu 2.700 Euro im Jahr. Wenn man davon ausgeht, dass 15 Millionen Heizungsanlagen über zehn Jahre alt sind und sehr viel Energie „fressen“, ließe sich durch moderne Kessel viel Geld und noch mehr Kohlendioxid einsparen. An Nachschub mangelt es nicht, auch wenn immer nur so viel Holz genutzt werden darf, wie nachwächst.

Kategorisiert als:Bioenergie, Haus & Bau

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