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Verbraucher zahlen weiterhin für die Energiewende

Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), auch als Ökostromumlage bekannt, beträgt im kommenden Jahr 6,405 Cent je Kilowattstunde. Das gaben jetzt die für die Berechnung zuständigen Übertragungsnetzbetreiber bekannt. Betrachtet man nur diesen Wert, darf man sich über einen Rückgang um 5,7 Prozent freuen. Unter dem Strich werden Verbraucher allerdings etwas mehr für Strom bezahlen müssen.

Günstigere Ökostromumlage

Aktuell beträgt die Ökostromumlage 6,792 Cent je Kilowattstunde. Damit wird unter anderem die Differenz bezahlt, die sich aus der garantierten Vergütung für grünen Strom und dem tatsächlichen Preis an der Strombörse ergibt. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren fast immer gestiegen und 2018 erstmals leicht nach unten korrigiert worden.

Diese Entwicklung scheint sich jetzt fortzusetzen. Dass die EEG-Umlage gleich um 5,7 Prozent sinkt, hatte allerdings niemand erwartet. Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) war von 6,51 Cent pro Kilowattstunde ausgegangen und die Agora Energiewende von 6,7 bis 6,9 Cent. Nur zum Vergleich: 2010 zahlten Stromkunden rund zwei Cent je Kilowattstunde für die Energiewende.

Der Strompreis steigt

Doch die Ökostromumlage allein ist nicht in der Lage, den Strompreis spürbar zu senken. Sie macht zwar knapp ein Viertel der Kilowatt-Kosten aus, die Endverbraucher bezahlen. Doch auch die übrigen Preisbausteine haben Gewicht. Das gilt vor allem für die Netzentgelte und die Beschaffungskosten für Strom. Beides wird im kommenden Jahr teurer, so die Erwartungen von Branchenexperten. Dazu trägt vor allem der zwingend nötige Ausbau der Stromtrassen bei.

In diesem Zusammenhang steht auch die sogenannte Offshore-Netzumlage. Über diese Umlage, die ebenfalls von den großen Übertragungsnetzbetreibern berechnet wird, finanzieren Verbraucher den Anschluss der Windkraftanlagen in Nord- und der Ostsee an das Stromnetz. Im kommenden Jahr werden dafür 0,416 Cent je Kilowattstunde fällig. Derzeit sind es noch 0,379 Cent.

Kritik an den Kosten

Dass die Stromkosten ein „Ärgerthema für Privathaushalte“ bleiben, liegt aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vor allem an der Verteilung der Kosten. Sie gingen vor allem zulasten der Endkunden, wohingegen die Industrie entlastet werde. Daher fordert auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) angesichts der neuen Zahlen, dass endlich die Verbraucher entlastet werden und die Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum gesenkt wird.

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