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Lindner-Vorschlag: Das Klima mit dem Regenwald retten

Klimaschutz ist eine Aufgabe, die weit über die Etablierung erneuerbarer Energien hinausgeht. Denn Sonnen- und Windkraft alleine werden es wohl nicht schaffen, die Erderwärmung aufzuhalten. Hierfür ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen erforderlich. Ein Baustein könnte sein, dem Regenwald mehr Aufmerksamkeit zu schenken. FDP-Chef Christian Lindner jedenfalls sieht im Kauf von Regenwald eine sinnvolle Option, den Klimawandel zu bremsen.

28 Milliarden Euro für den Klimaschutz

Die erneuerbaren Energien werden in Deutschland mit sehr viel Geld gefördert. Geld, das man anderweitig deutlich besser investieren könnte, meint Christian Lindner. „Wir geben hierzulande rund 28 Milliarden Euro für die Förderung der erneuerbaren Energien aus, die dem Klima nichts bringen. Für einen Bruchteil kann man eine Menge Wald kaufen“, sagt er. Konkret möchte er mit dem Kauf und dem Schutz von Regelwald einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Hierbei handele es sich nicht um eine nationale Angelegenheit, so der FDP-Chef. Es sei vielmehr „eine Menschheitsaufgabe“. Daher fordert er, sich in Asien oder Südamerika für den Regenwald zu engagieren. Damit greift Christian Lindner ein Thema auf, das bislang wenig Beachtung findet, aber immer wieder angesprochen wird. Bei Volker Wille, dem Vorstand der Tropenstifung OroVerde, rennt er mit der Forderung offene Türen ein. Denn: „Wir brauchen unbedingt mehr Waldschutz“, so Wille.

Waldschutz vor Ort fördern

Doch ganz so einfach, wie Christian Lindner sich den Kauf von Regenwald vorstellt, ist es nicht. OroVerde kümmert sich um knapp eine Million Hektar Wald und ist dabei auf Partnerorganisationen vor Ort angewiesen. „Die meisten Länder lassen überhaupt keinen Waldverkauf an ausländische Staaten zu“, erklärt Volker Wille. Zudem gebe es eher selten ein Grundbuch.

OroVerde ist es daher wichtig, „die Menschen vor Ort für den Waldschutz zu begeistern“. Schließlich fehle ihnen durch den geschützten Wald eine Einnahmequelle. Hier müsse man Wege aufzeigen, wie die Menschen ein Ersatzeinkommen erzielen können. „Darin besteht die wichtigste Aufgabe beim Waldschutz“, mein Wille. Dafür seien Strukturen vor Ort nötig.

Erneuerbare nicht gegen Klimaschutz ausspielen

Christian Lindners Idee ist sicherlich gut, aber nicht konsequent zu Ende gedacht. Bäume sind zwar von elementarer Bedeutung für den Klimaschutz. Sie lagern CO2 im Holz ein. Alleine die Speicherleistung im brasilianischen Regenwald wird auf 200 Milliarden Tonnen C02 geschätzt. Das heißt allerdings nicht, dass erneuerbare Energien bzw. deren Förderung unsinnig sind. Denn erst durch die Nutzung regenerativer Quellen ist ein Verzicht auf Kohle, Gas und Co. überhaupt möglich.

Kategorisiert als:Energieförderung, Politik

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