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Politischer Stillstand blockiert die Offshore-Windkraft

Sie sollen sich drehen, fleißig Strom produzieren und helfen, die energiepolitischen Vorgaben für die kommenden Jahre zu erfüllen: die Windräder in Nord- und Ostsee. Auf ihnen ruht ein Großteil der Hoffnungen, die Energiewende zügig und laut Plan zu vollziehen. Stand heute ist man zwar im Soll, könnte aber weit mehr leisten, wenn die Politik die Zügel wieder in die Hand nehmen würde.

1.169 Windenergieanlagen auf See

Die Zahlen sehen gut aus: 1.169 Offshore-Windenergieanlagen listet die Statistik zum Ende des ersten Halbjahres 2018 auf. Sie liefern 5.387 Megawatt (MW) grünen Strom. Noch im Bau befinden sich derzeit fünf weitere Projekte, die mit 1.944 MW an den Start gehen wollen. Davon werden bis Ende des Jahres vermutlich 1.000 MW fließen. Kurzum: Man ist voll im Plan – aber nicht rundum zufrieden.

Die Windkraftbranche, insbesondere die Offshore-Sparte, hält die aktuelle Schlagrate für nicht ausreichend. Mit dem aktuellen Tempo, da sind sich die Experten einig, bleiben die klimapolitischen Ziele lediglich eine Zahl auf dem Papier. Heißt: Die Bundesregierung müsste weit mehr unternehmen, um 2030 auch tatsächlich einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieerzeugung zu erreichen.

Branche fordert Sonderausschreibungen

Der Ärger und die Sorgen der Offshore-Branche sind verständlich. Es tut sich schließlich nichts oder zu wenig auf dem politischen Parkett. „Der energiepolitische Stillstand der letzten Monate muss beendet werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, nach der Sommerpause unverzüglich den Sonderbeitrag Offshore-Wind zu beschließen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Branchenvertreter. Dazu gehören die Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie, der Bundesverband Windenergie, die Stiftung Offshore-Windenergie, VDMA Power Systems und die Wab.

Damit die grünen Energien 2030 einen Anteil von 32 Prozent am Gesamtenergieverbrauch haben, fordern die Vertreter der Offshore-Windkraft zusätzliche Ausschreiben für 2019 und 2020. Nur mit einer Offshore-Leistung von 20 Gigawatt sei es möglich, die EU-Ziele zu erreichen. Vorgesehen sind allerdings nur 15 GW.

Kategorisiert als:Politik, Windenergie

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