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Die lokale Energiewende – ein Beispiel

Sämtliche Ziele rund um die erneuerbaren Energien, sei es der Anteil am Stromverbrauch oder die Bedeutung für den Wärmemarkt, wären hinfällig, gäbe es keine lokalen Initiativen. Sie sind es, die der Energiewende den nötigen Schub geben und das Vertrauen in regenerative Energiequellen festigen. Beispiele dafür gibt es landauf landab. Unter anderem die „Agrokraft Streutal“, die seit zehn Jahren aktiv ist.

1,4 Millionen Liter Heizöl gespart

Beteiligt an der Agrokraft Streutal im Landkreis Rhön-Grabfels sind das Überlandwerk Rhön, die Bayerische Rhön-Gas und 41 Landwirte. Sie haben in den vergangenen zehn Jahren zwei Biogasanlagen gebaut und versorgen die Region mit Strom und Wärme.

Der Startschuss fiel 2007. Damals wurden 16 Millionen Euro in die Biogasanlagen in Mellrichstadt und Unsleben investiert. Später noch einmal 2,5 Millionen Euro, um die Anlagen aufzurüsten. So ist es möglich, Biomethan in das öffentliche Gasnetz einzuspeisen. Mit den beiden Anlagen hat man es geschafft, innerhalb von zehn Jahren knapp 1,4 Millionen Liter Heizöl einzusparen.

Engagement für die Gemeinden

Die Zahlen, die auf der Internetseite der Agrokraft Streutal genannt werden, sind zwar nicht mehr neuesten Datum, geben aber Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Anlagen. Stand 2011 betrug die Jahresleistung alleine bei der Anlage in Unsleben 19.983 Megawattstunden. Umgerechnet heißt das, schreiben die Betreiber: „Die Biogasanlage erzeugt knapp 16,5-Mal so viel Energie, wie von den Haushalten in Unsleben verbraucht wird.“

Rein rechnerisch könnten die Anlagen rund 10.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Auf der Liste der Abnehmer stehen unter anderem ein Gartenbaubetrieb, eine Mälzerei, ein Gasthaus, das Rathaus sowie eine Turnhalle und der Kindergarten in Unsleben. Im kommenden Jahr sollen auch der Kindergarten und die Realschule Mellrichstadt mit Wärme versorgt werden.

„Gefüttert“ werden die beiden Anlagen mit Ganzpflanzensilage, Zuckerrüben, Roggen, Sonnenblumen und mit Mais. Daraus entsteht im Zusammenspiel mit Bakterien Methan, das in den Blockheizkraftwerken verbrannt wird und so Strom und Wärme liefert. Das Jubiläum beweist einmal mehr, dass gerade lokale Initiativen die Fackel der Energiewende hochhalten – und das schon seit vielen Jahren.

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