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Von schwarzer Kohle zu grüner Energie

Eine der Forderungen, die am Rande der 23. Weltklimakonferenz in Bonn laut und publikumswirksam in Szene gesetzt werden, ist der Ausstieg aus der Kohle. Hier versagt die Bundesregierung aus Sicht von Umweltschützern schon seit Jahren. Denn nach wie vor wird in Deutschland die meiste Braunkohle verbrannt. Ähnlich verhält es sich in China. Dort soll die Kohle weichen und grünen Energien Platz machen.

310 Milliarden Euro für Erneuerbare

Global betrachtet, ist China das Land, in dem die meiste Kohle zum Einsatz kommt und für dunkle Rauchschwaden am Firmament sorgt. Das Land ist abhängig vom schwarzen Gold, will diese Ketten aber lösen – und das so schnell es geht. Dafür ist man auch bereit, viel Geld zu investieren. Bis 2020 sollen 310 Milliarden Euro in Erneuerbare Energien fließen.

„Wir bauen eine grüne und kohlenstoffarme Wirtschaft auf“, sagt Staats- und Parteichef Xi Jinping. „Wir werden energiesparende und umweltfreundliche Industrien fördern.“ Ziel seien saubere und hoch effiziente Energiequellen. Verlierer sind die Menschen, die ihr Geld bislang mit der Kohle verdient haben. Die Minen fahren die Produktion zurück, werden ganz geschlossen und die Arbeiter verlieren ihre Jobs.

Jede zweite Solarzelle wird in China verbaut

Gewinner ist die Umwelt. Das energische Durchgreifen des Staates treibt die Energiewende voran. Die Klimaziele werden deutlich schneller erreicht, als ursprünglich geplant. Statistiken der Internationalen Energieagentur bestätigen, dass in China derzeit rund 40 Prozent aller neuen Öko-Strom-Kraftwerke gebaut werden. Im Bereich der Photovoltaik liegt man sogar bei über 50 Prozent. Heißt: Jede zweite Solarzelle wird in China montiert.

Chinas Präsident scheut sich inzwischen nicht einmal mehr von einer Führungsrolle seines Landes beim Umwelt- und Klimaschutz zu sprechen. Greenpeace-Experte Li Shuo hält das für bemerkenswert. „China hat das Wort Führungsrolle selbst bisher immer vermieden, wenn es um Umweltschutz geht“, erklärt er. Von daher sei es interessant, dass der Begriff jetzt wie selbstverständlich benutzt werde.

Dabei darf man allerdings nicht übersehen, dass es auch in China noch lange dauern wird, ehe man ganz auf Kohle verzichten kann. Viele Menschen dort sehen die neue Technik zudem eher als Bedrohung. Greenpeace wertet die Situation als „halb volles Glas“, das man nun weiter füllen müsse.

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