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Erfolgreich: das 1.000-Dächer-Programm von Worms

Statt bei der Energiewende auf Anreize der Bundespolitik zu warten, nehmen immer mehr Städte das Thema selbst in die Hand. Ein Beispiel dafür ist das rheinland-pfälzische Worms. Hier wurde Ende 2012 das „1.000-Dächer-Programm“ gestartet. Vor wenigen Tagen hat man die Zielmarke erreicht und die 1.000. Photovoltaikanlage auf einem Wormser Dach in Augenschein genommen.

Solarkataster informiert über die Effizienz

Die Stadt hat sich für das ehrgeizige Ziel gleich mehrere Kooperationspartner ins Boot geholt: den Energiedienstleister EWR, die Volksbank, die Sparkasse und die Handwerkskammer Rheinhessen. 12.000 Grundstückseigentümer wurden über die Aktion informiert. Ihnen teilte die Stadt mit, ob ihre Dachflächen gut oder sogar sehr gut für die Installation einer Solaranlage geeignet sind. Dabei hilft der Solarkataster, der dank der finanziellen Unterstützung der Banken auch weiterhin zur Verfügung steht.

Die Familie mit der 1.000. Anlage ist mit ihrer Entscheidung rundum zufrieden. „Die 18 Module decken im Moment 40 Prozent unseres Strombedarfs“, erklärte der Sieben-Personen-Haushalt. Angestrebt wird ein Wert von knapp 70 Prozent. „Wir haben damit nicht nur geringere Stromkosten, sondern wir tun auch etwas Gutes für unsere Umwelt“, lautet das Fazit.

Ziel: 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren

Den Wormser Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek freut′s. Er spricht von einer Win-win-Situation, die sich mit der Zielsetzung der Stadt decke. Bis zum Jahr 2030 soll der Strom für die rund 36.000 Haushalte zu 100 Prozent aus regenerativen Energien stammen. Aktuell ist man bei 53 Prozent. Dafür sorgen die Solarpaneele, elf Windkraft- und mehrere Biogasanlagen.

„Unser Klimaschutz- und Energieeffizienzkonzept hat landesweiten Vorbildcharakter“, zeigt sich Hans-Joachim Kosubek stolz über das Erreichte. Man dürfe sich allerdings nicht auf den Erfolgen ausruhen. „Wir müssen immer weitermachen und haben dabei glücklicherweise politische Unterstützung“, betonte er. Nebenbei: Die Familie mit der 1.000 Solaranlage darf jetzt einen Sommer lang ein E-Auto testen.

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