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Der größte Offshore-Solarpark Europas

Wenn von Offshore-Windenergie die Rede ist, weiß fast jeder, worum es geht. Große Windräder, die auf offener See Strom produzieren. In der Bundesrepublik fangen diese Windparks im Meer gerade an, ihr Potenzial zu entfalten. Eher unbekannt sind indes Offshore-Solarparks. Sie nutzen nicht den Wind, sondern die Sonnenkraft, um schwimmend erneuerbare Energien zu gewinnen.

23.000 Photovoltaik-Panels

Der größte, auf Wellen reitende Solarpark Europas ist aktuell für den Stausee „Queen Elizabeth II“ geplant. Der See gehört zur Themse. Dort sollen bis zum Jahr 2020 rund 23.000 Photovoltaik-Panels installiert werden. Die Fläche entspricht ungefähr acht Spielfeldern des Wembley-Stadions und bedeckt ein Zehntel des Sees. Vereinbart wurde das Projekt von Thames Water, Ennoviga Solar und Lightsource Renewable Energy.

6,3 Megawatt Leistung

Der Strom, den die Panels liefern, dient nicht der Versorgung von privaten Haushalten. Die geplante Leistung von 6,3 Megawatt wird genutzt, um Wasser zu reinigen. Alleine im ersten Jahr soll die Anlage 5,8 Millionen Kilowattstunden liefern. Davon profitieren die Kunden des Wasserlieferanten. Ihre Rechnung soll die durch die erneuerbare Energie spürbar sinken.

Das sei ein fester Baustein der Langzeitstrategie von Thames Water. „Dieses innovative neue Projekt bringt uns unserem Ziel einen Schritt näher“, so Energiemanager Angus Berry. Bis 2020 sollen 30 Prozent der benötigten Energie aus regenerativen Quellen stammen. 2014/2015 lag der Anteil bereits bei knapp 12,5 Prozent.

61.000 Schwimmkörper

Der Offshore-Solarpark soll diesen Wert nun kräftig anheben. Das Projektmanagement liegt in den Händen von Lightsource. Das europäische Solarunternehmen wird die 61.000 Schwimmkörper samt der 177 Anker installieren. Sie bilden die Solarplattform auf dem Stausee.

Der Hersteller der schwimmenden Plattform, Ciel et Terre International, bezeichnet das Projekt als das größte dieser Art außerhalb Japans. Zudem sei es der erste Offshore-Solarpark, der von einer europäischen Bank finanziert wird. Darüber freut sich das Unternehmen besonders. „Das heißt, unsere Technologie ist nicht nur für die Wasserwirtschaft geeignet, sondern wurde auch in Asien und Europa als finanzierbar anerkannt“, so Business-Development-Direktorin Eva Pauly.

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