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Die Sonne liefert den günstigsten Strom

Erneuerbare Energien werden gerne am Preis festgemacht. Sie galten über viele Jahre als Grund für hohe Stromkosten. Inzwischen steht fest: Auch mit Wind und Sonne lässt sich günstig Energie produzieren – sogar günstiger als mit konventionellen Kraftwerken. Dieser Kostenvorteil kommt allerdings nicht bei den Verbrauchern an. Sie zahlen immer mehr.

Konventioneller Strom ist deutlich teurer

Würde man fragen, welches die preiswerteste Stromquelle in der Bundesrepublik ist, läge der eigentliche Gewinner irgendwo im Mittelfeld oder sogar am Ende der Skala: die Solarenergie. Sie hat sich in den vergangenen Jahren mächtig gemausert. Günstigere Technik, weniger Subventionen, mehr Wettbewerb und schon strahlt die Fotovoltaik mit der Sonne um die Wette. Dabei hatte sie lange den Ruf, die teuerste erneuerbare Energie zu sein.

Dass die Sonnenkraft im Laufe der Jahre preislich immer interessanter geworden ist, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) berechnet. Projektleiter Christoph Kost erklärte dazu: „Neu errichtete Fotovoltaik-Anlagen an günstigen Standorten sind bereits heute preiswerter als fossile Kraftwerke. Dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken.“

Das Problem: die Wetterabhängigkeit

Aktuell liegt der Preis je Kilowattstunde bei effizienten Solarparks zwischen 3,71 und 11,54 Cent. Setzt man indes auf klassische Kraftwerke, landet man schnell bei 21,94 Cent je Kilowattstunde. Ebenfalls sehr günstig, aber doch einen Tick über der Sonne liegt die Windkraft. Zu Land kommt sie auf Werte von 3,99 bis 8,23 Cent pro Kilowattstunde. Hochseewindparks liegen preislich darüber, weil Installation, Betrieb und Finanzierung teurer sind, so das ISE.

Der niedrigere Strompreis ändert jedoch nichts an dem grundlegenden Problem: Sowohl die Solar- als auch die Windenergie sind wetterabhängig und werden es immer sein. Ohne Sonne oder Wind fließt schlichtweg kein Strom. Dann müssen die Kohle- und Gaskraftwerke einspringen, die noch am Netz sind. Die Kosten hierfür, sogenannte Gestehungskosten, bleiben in der Studie jedoch unberücksichtigt.

Verbraucher profitieren nicht von der Entwicklung

Für Verbraucher wird sich ohnehin nur wenig ändern. Laut Verivox-Verbraucherpreisindex wurde Strom von 2014 bis 2016 zwar günstiger. Für dieses Jahr rechnen die Experten trotz gesunkener Ökostromumlage allerdings wieder mit höheren Kosten. Denn die Entlastungen werden nicht wirklich an die Endabnehmer weitergegeben.

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