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EU forciert den Ausbau erneuerbarer Energien

Die Klimaziele der Europäischen Union stehen schon seit längerer Zeit fest. Wie sie erreicht werden können und welche Maßnahmen dazu ergriffen werden müssen, wurde jetzt erneut von den Energieministern der EU-Mitgliedsstaaten vereinbart. Ab 2020 soll der Anteil von Ökoenergie beim Heizen und Kühlen jährlich um ein Prozent steigen. Ziel: 2030 sollen mindestens 27 Prozent des Energieverbrauchs durch grüne Quellen wie Wind, Sonne und Biomasse gedeckt werden.

Ausbauziel: 27 Prozent

Zufrieden mit dem Ergebnis der Gespräche sind vor allem die Minister. Umweltschützer indes sehen die Zielvorgaben als zu lasch an. Laut der „Friends of Earth“ mangelt es dem Ausbauziel von 27 Prozent „an Ehrgeiz“. Jetzt hofft man, dass über das Vermittlungsverfahren mit dem Europaparlament eine neue Regelung definiert wird.

Dass man sich überhaupt Gedanken darüber machen muss, liegt am schwachen Wachstum der Erneuerbaren in den vergangenen Jahren. Für 2020 gilt eine Zielmarke von 20 Prozent. Nur leider kletterte der Anteil der regenerativen Quellen am Energieverbrauch im Jahr 2016 nur um 0,2 Prozentpunkt auf 16,9 Prozent. In der Zeit von 2014 bis 2015 lag der Zuwachs bei mageren 0,6 Prozent (16,1 zu 16,7 Prozent).

Im Strombereich Weltspitze

Gleichwohl sei man im Plan, so die EU-Umweltbehörde EEA. Das gelte vor allem für den Strombereich. „86 Prozent aller neuen Kraftwerke in den EU-Staaten waren 2016 Ökostrom-Anlagen“, heißt es aus Brüssel. Damit stehe man an der Spitze, da weltweit nur ein Durchschnitt von 62 Prozent erreicht werde.

Der Kompromiss zum Ausbau der erneuerbaren Energien, der am Montag (19. Dezember 2017) vereinbart wurde, umfasst zudem dynamische Tarifmodelle am Strommarkt. Verbraucher sollen weniger bezahlen, wenn sie Strom abnehmen, sobald ein Überangebot besteht. Dazu bedarf es sogenannter Smart Meters, die den Stromverbrauch gezielt steuern und erfassen.

Gesündere Städte

Geleitet wurde das Treffen von der estnischen Wirtschaftsministerin Kadri Simson. Sie erklärte anschließend: „Mehr erneuerbare Energie zu nutzen, wird dabei helfen, unsere Städte, Industrien und Häuser sauberer, gesünder und nachhaltiger zu machen.“ Verbraucher sollen es zudem leichter haben, selbst Energie zu erzeugen und zu vermarkten. Darüber hinaus wurden neue Regeln für Selbstnutzer aufgestellt, die beispielsweise einen Teil ihres Solarstroms ins Netz bringen wollen.

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