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Zu langsam: der Ausbau der Erneuerbaren Energien

Mit Beginn des zweiten Halbjahres wird Bilanz gezogen. Wie waren die ersten sechs Monate? Wo hat es gehapert? Was lief gut? Bei den grünen Energien fällt der Rückblick durchwachsen aus. Der Hauptkritikpunkt, den der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) beinahe schon gebetsmühlenartig vorträgt, bleibt auch 2017 bestehen: Der Ausbau ist zu langsam, um den gesetzten Ansprüchen gerecht zu werden.

Umfassende Maßnahmen nötig

Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE, sieht die Notwendigkeit, die Zügel spürbar anzuziehen. „Nur mit einem deutlich engagierteren Ausbau der Erneuerbaren Energien – bei Strom genauso wie bei Wärme und Verkehr – können wir den Pariser Klimavertrag einhalten und unsere Ausbauziele erreichen“, warnt er. Auf diesem Weg würden zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen und der Wirtschaftsstandort Deutschland fit für die Zukunft.

Diese Aufgabe schreibt der BEE der nächsten Bundesregierung zu. Sie müsse direkt nach der Wahl die Marschroute für die regenerativen Energien festlegen und umfassende Maßnahmen ergreifen. Ideen dazu hat der Verband bereits. „Wir benötigen faire Wettbewerbsbedingungen für die Erneuerbaren Energien über eine CO2-Bepreisung im Strom- und Wärmesektor“, so Harald Uphoff. Auf der Streichliste stehen der Deckel für die Produktion grünen Stroms, die Förderung fossiler Heizanlagen und die Benachteiligung von Biotreibstoffen.

Auch die CO2-Ziele werden verfehlt

Hier die Zahlen aus den erste beiden Quartalen 2017: Der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch stieg von 14,8 auf 15,2 Prozent. Die Daten bestätigen die BEE-Prognose, wonach die Bundesrepublik das Ziel von 18 Prozent im Jahr 2020 deutlich verfehlen wird. Angesichts der aktuellen Entwicklung rechnen die Experten mit einem Wert von 16,7 Prozent, wenn nicht aktiv gegengesteuert wird. Das gilt auch für die CO2-Emissionen. Bis 2020 sollen sie um 40 Prozent reduziert werden. Der BEE geht davon aus, dass man nur knapp 30 Prozent erreicht.

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