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China drückt bei E-Mobilität aufs Tempo

Menschen mit Mundschutz, riesige Dunstglocken über den Metropolen: Ein Image, mit dem China jetzt sukzessive aufräumen will. Das Land gehört zu den treibenden Kräften beim Ausbau der erneuerbaren Energien und hat jetzt eine Quote für E-Mobilität angekündigt, die ab 2018 greifen soll. Ein großer Schritt nach vorne, der allerdings nicht überall Anklang findet.

Ziel 2025: drei Millionen E-Autos

E-Mobilität ist zweifelsohne ein Zukunftsthema. Wann diese Zukunft beginnt, entscheidet jedes Land für sich. China möchte jetzt Nägel mit Köpfen machen. Vom 2018 an müssen acht Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge elektrisch angetrieben sein. Diese Quote steigt jährlich. 2019 sind zehn und 2020 bereits zwölf Prozent geplant. In der Pflicht sind daher vor allem die Hersteller. Sie müssen diese Quoten mit ihrem Angebot erfüllen. Heißt: Die Modellpalette sollte nach und nach von Benzinern und Dieselfahrzeugen auf E-Autos umgestellt werden. In Zahlen ausgedrückt, rechnet man in China für 2015 mit rund drei Millionen E-Mobilen.

Deutsche Hersteller unter Druck

Diese Daten machen einigen Herstellern Angst, unter anderem Volkswagen. Jeder zweite VW wird in die Volksrepublik geliefert. Damit steht der Konzern gewaltig unter Druck. 2018 müssten dann bereits 60.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridmotor für den chinesischen Markt produziert werden. Ein Unterfangen, das sich als schwierig erweisen könnte. Bei seinem Besuch in China hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bereits darum geben, sich mit der Quote etwas mehr Zeit zu lassen.

Das markiert eine interessante Entwicklung. Deutschland, das sich stets in der Vorreiterrolle gesehen hat, tritt plötzlich auf die Bremse, während China und viele andere Nationen richtig Gas geben. Hauptsache, die Bundesrepublik verliert den Anschluss bei der E-Mobilität nicht ganz. Denn die Energiewende basiert nicht nur auf der Produktion von grünem Strom, sondern auch auf dem Wandel am Wärmemarkt und neuen Konzepten für die Mobilität.

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