Infoportal zum Thema regenerative Energie

Klimagipfel: der langsame Abschied von der Kohle

Marrakesch gliedert sich nahtlos in die vorherigen Klimakonferenzen ein. Es hat wieder einmal etwas länger gedauert. Doch lieber ein paar Stunden mehr investieren und Details festzurren, als sich kampflos dem Klimawandel geschlagen zu geben. So steht unter dem Strich ein durchweg positives Fazit, sowohl von Umweltschützern als auch von Politikern, verbunden mit der Erkenntnis: „Es ist wirklich viel zu tun“.

Der Kampf gegen den Klimawandel

UN-Klimachefin Patricia Espinosa brachte es während der Abschlusssitzung auf den Punkt. „Die Bedrohung durch den Klimawandel ist echt – aber unsere Antwort auf die Bedrohung ist es auch.“ 200 Länder haben sich zusammengerauft, um den historischen Klimapakt umsetzen. Vor einem Jahr hatte man sich in Paris auf das gemeinsame Ziel geeinigt, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Den Weg dorthin hat man in Marokko zumindest ein wenig geebnet.

„In den vergangenen beiden Wochen gab es eine neue Entschlossenheit, das Abkommen von Paris umzusetzen“, so Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan. Auch Regine Günther vom WWF zeigte sich beeindruckt davon, wie eng die Staaten zusammengerückt sind. Aktuell haben 111 Länder das Paris-Abkommen ratifiziert. Damit nehme der Klimaschutz, sagt Christoph Bals von Germanwatch, international an Fahrt auf.

Die Marrakesch-Vision

Ein wenig mit Sorge blickt man angesichts der Wahl von Donald Trump Richtung Vereinigte Staaten von Amerika. Doch auch unabhängig davon wird man den Kampf gegen den Klimawandel nicht von heute auf morgen gewinnen. Die Detailarbeit kostet Zeit. Man rechnet noch mit Jahren, ehe das Regelwerk unter Dach und Fach ist. Enttäuschend sei, so Beobachter, dass sich die reicheren Länder weigern, ihre finanzielle Unterstützung für ärmere Nationen aufzustocken.

Denn vor allem die Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, wollen endlich Nägel mit Köpfen machen. Sie plädieren für ein festes Datum, um aus der Kohle zu kommen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Weg von Kohle, Öl und Gas sagen daher 48 Nationen, die am Rande der Klimakonferenz die Marrakesch-Vision verabschiedeten. Mit dabei: Kambodscha, Sudan und Kiribati. Sie alle gehören zur Koalition besonders betroffener Länder. Ihr Anliegen: 100 Prozent der einheimischen Energieproduktion aus regenerativen Quellen zu decken, Energiearmut zu bekämpfen und die Wasser- und Nahrungsversorgung zu schützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Umwelt schützen

Die Ressourcen auf Mutter Erde sind begrenzt. Es ist Zeit für eine Alternative. Erneuerbare bzw. regenerative Energien wie Solar-, Wind-, Wasser- und Bio-Energie können helfen bei einem sorgsameren Umgang mit der Natur.