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Umstritten: Wasserkraft

Wasserkraft spielt in der Bundesrepublik nur eine untergeordnete Rolle. Sie macht im Strommix derzeit knapp drei Prozent aus. Das sah zu Beginn der Industrialisierung noch ganz anders aus. Seinerzeit lieferten 100.000 Wasserkraftwerke Energie, heute sind es noch 7.500. Dabei wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden, sowohl in Deutschland als auch in der EU. Würden hierzulande 20.000 ältere und kleinere Kraftwerke reaktiviert, ließe sich der Anteil des mit Wasser gewonnenen Stroms um 50 Prozent erhöhen. Doch es gibt Bedenken.

Geäußert werden sie vor allem von Fischern, Naturschützern und den Wasserbehörden. Mehr Staustufen für mehr Wasserkraft gefährden aus ihrer Sicht den Fischbestand und machen es deutlich schwerer, sogenannte Wanderfische wie den Lachs oder die Meeresforelle wieder anzusiedeln – wie von der EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgesehen. Demnach müssen bis 2015 alle Flüsse und Bäche für alle Lebewesen durchgängig sein. Auf der anderen Seite halten Wasserkraftbefürworter die Chemikalien aus der Landwirtschaft für die weitaus größere Bedrohung, zumal vor 100 Jahren zehnmal mehr Fische in den Gewässern waren, obwohl die Wasserkraft deutlich intensiver genutzt wurde.

Rolf Ahlers vom Bund für Umwelt- und Naturschutz erklärte dazu gegenüber der Deutschen Welle: „Viele Wehre sind schon seit Jahrhunderten da, sie sollten möglichst genutzt werden, um Strom für die Energiewende zu haben. Wir müssen den Klimaschutz voranbringen, denn ohne Klimaschutz wird es auch keinen Naturschutz geben.“ Diese Aussage ist für Axel Berg, den Vorsitzenden von Eurosolar, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, im wahrsten Sinne Wasser auf die Mühlen. Er wirft den Fischereiverbänden unsachliche Argumente vor.

Die Mehrheit der Fische stamme aus der Zucht. „Die werden im Frühjahr von den Fischern und Anglern in die Gewässer gesetzt, im Herbst geangelt und dann landen sie im Kochtopf“, so Berg. Zwar seien Wind und Sonne nach wie vor die wichtigsten regenerativen Energiequellen. Doch Wasserkraft biete den Vorteil, dass sie auch dann produziert werde, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht. Darüber hinaus ließe sich Wasserkraft hervorragend speichern. Die Branche spricht daher von einer „eleganten Ergänzung zu Photovoltaik und Wind“.

1 Antwort »

  1. Das sind keine unsachlichen Argumente der Fischereiverbände. Die Wahrheit ist doch das die Wanderfische wie Atlantischer Stör, Lachs, Meerforelle, Maifisch,Schnäpel u.a. mit Beginn der Industriealisierung immer weniger wurden und schließlich sogut wie ganz verschwanden. Das lag zum Großteil an den Querverbauungen der Fließgewässer. Die Stromturbinen tun dann ihr übriges. Das kann man doch nicht wegleugnen. Es hatten auch damals schon Leute darauf hingewiesen. Aber die wollte keiner hören. In den1950er bis Ende der 1970er Jahre sind unsere Flüsse zudem noch zu Kloaken geworden. Aber da waren die Wanderfische in Deutschland schon ausgestorben. Heute in den Jahren der Wasserrahmenrichtlinie haben wir die Chance die Flüsse wieder naturnäher zu gestalten so das die Wanderfischarten wieder heimisch werden oder besser gesagt, daß wir ihnen ihre Heimat zurückgeben. Aber was geschieht. Da wird eine Uralttechnik grün angefärbt und man glaubt damit die Erde zu retten. Strom aus Wasserkraft ist aber nicht grün und auch nicht klimafreundlich. In der Stauhaltung entsteht nämlich Methan was ja bekanntlich mehr für den Treibhauseffekt sorgt als CO2. Das Ökosystem Fließgewässer wird durch Wasserkraftanlagen empfindlich gestört. Gerade die sogenannte kleine Wasserkraft zerstört doch mehr als sie nutzt. Für so wenig wie die zur Gesamtstromerzeugung beiträgt lohnt es sich nicht Bäche zu zerstören. Tut mir leid aber Strom aus Wasserkraft gehört für mich nicht subventioniert. Und nur deshalb soll in jedes Rinnsal ein Kraftwerk.Weil damit Geld verdient werden kann. Was ist nur aus den Grünen geworden ? Die die damals für Umwelt und Naturschutz angetreten sind. Und heute. Ihr sagt erstmal das Klima retten ist wichtiger als Naturschutz. Da sag ich zu euch. NEIN DANKE


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