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Ökostrom-Umlage wurde falsch berechnet

Die Umlage für Ökostrom hat die Gemüter gewaltig erhitzt. Sie ist in diesem Jahr um knapp 70 Prozent gestiegen, was für einen normalen Haushalt Mehrausgaben von etwa 50 Euro bedeutet. Insgesamt zahlen die Bundesbürger damit jährlich rund 120 Euro für die Förderung von grünem Strom. Dass die Kosten derart in die Höhe geschnellt sind, ärgert nicht nur die Verbraucher, sondern stößt auch vielen Politikern bitter auf. Umso süßer dürfte die Pille sein, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt zusammen mit dem Bundesumweltministerium auftischt. Wie der Focus berichtet, scheint die Umlage für 2011 zu hoch berechnet worden zu sein.

Das Ministerium geht sogar davon aus, dass die Belastung durch die Ökostrom-Umlage bis zum Jahr 2013 nicht weiter wachsen wird, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Zum gleichen Ergebnis kommt das DIW. Weder 2012 noch in den Folgejahren würden die Kosten merklich steigen. Allerdings – das bremst die Hoffnung auf günstigere Strompreise ein wenig aus – gebe es nach wie vor Unsicherheiten bei derlei Prognosen. Für dieses Jahr steht indes fest, dass die Kunden rund einen Cent je Kilowattstunden zu viel überweisen werden. Macht bei einem Durchschnittshaushalt etwa 35 Euro, die bei der Umlage für das kommende Jahr berücksichtigt werden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht deshalb davon aus, dass die Umlage 2012 sinken wird, und widerspricht damit den Aussagen der Energieversorger, die höhere Kosten vorhergesagt hatten. Aus dem Grund war das zu starke Wachstum der Erneuerbaren Energien in der Vergangenheit immer wieder heftig kritisiert worden, insbesondere im Bereich Solarstrom. Hier wurde reagiert und die Kürzung der Abnahmepreise vorgezogen. Der Ausbau der Solarenergie ist übrigens auch die Ursache für die jetzt zu hoch berechnete Umlage. Ausgegangen worden war von 9,5 Gigawatt. Letztlich waren es, so das Umweltministerium, nur sieben Gigawatt. Doch der Ökostrom hat durchaus auch positive Effekte. Das DIW sieht einen dämpfenden Effekt auf den Strompreis.

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