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Erstes Wirbelwasserkraftwerk wird getauft

Wasserkraft lässt sich auf unterschiedlichste Weise nutzen. Um eine ausreichend hohe Kapazität zu erreichen, ist dazu allerdings meistens ein radikaler Eingriff in die Natur nötig. In der Schweiz geht man deshalb einen anderen Weg und versucht mittels Wirbelwasserkraftwerken erneuerbare Energien im Einklang mit der Natur zu gewinnen. Die Pilotanlage in Schöftland ist seit November 2009 in Betrieb und wurde in die Fluss-Revitalisierung integriert. Am kommenden Samstag (25. September) steht die offizielle Taufe durch den Paten Dr. Bertrand Piccard auf dem Programm.

Realisiert wurde die Anlage von der Genossenschaft Wirbelwasserkraftwerke. Sie setzt auf wirtschaftliche, nachhaltige, soziale und umweltverträgliche Lösungen. Das Kraftwerk in Schöftland hat einen Beckendurchmesser von 6,50 Meter und eine Fallhöhe von rund 1,50 Metern. Abhängig von der Wassermenge, die durch die Anlage strömt, produziert sie 10 bis 15 kW. Das ist zwar nicht viel, umgerechnet maximal 130.000 Kilowattstunden, reicht aber aus, um bis zu 25 Haushalte mit Strom zu versorgen. Laut Genossenschaft hat die Technik, die bei den Wirbelwasserkraftwerken zum Einsatz kommt, „weltweites Potenzial“.

„Dank der speziellen Bauweise dient die Anlage sämtlichen im Wasser vorkommenden Lebewesen als vollwertiger Lebensraum und stellt als erstes Kraftwerk die gefahrlose Passierbarkeit für Fische und Kleinlebewesen in beide Richtungen sicher“, erklären die Macher hinter den Wirbelwasserkraftwerk. In ihren Auftragsbüchern stehen bereits die Pläne für 30 weitere Anlagen – in der Schweiz und rund um den Globus. Das Prinzip hat nicht nur 1.100 Genossenschaftsmitglieder, sondern auch den SolarImplus-Abenteurer Dr. Bertrand Piccard überzeugt. „Wir müssen den Politikern zeigen, dass erneuerbare Energien die Zukunft sind“, lautet sein Credo, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind mehr als ein Trend. Sie sind ein Muss.“

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