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Neues Programm zur Förderung energiesparender Straßenbeleuchtung

Umweltministerin Tanja Gönner gibt heute in Stuttgart bei einer Veranstaltung ‘Kommunale Beleuchtung’ des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. und der Kampagne “Energiesparende Beleuchtung” den Startschuss für ein neues Programm zur Förderung energiesparender Straßenbeleuchtung. Nach einer Untersuchung des ZVEI ist jede dritte Straßenlaterne im Land veraltet und hat deshalb einen zu hohen Energieverbrauch. “Das belastet unnötig das Klima und außerdem die kommunalen Haushalte”, so Umweltministerin Gönner im Vorfeld. “Zudem rechnen sich Investitionen in die Beleuchtung von Schulen, Büros und an Straßen in der Regel rasch”, sagte Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der ZVEI-Licht-Fachverbände.

Das neue Förderprogramm soll Städte und Gemeinden einen Anreiz geben, auf moderne Beleuchtungstechnik umzurüsten. Der Energieverbrauch für die Straßenbeleuchtung ließe sich so um landesweit über 300 Millionen Kilowattstunden senken. “Das würde jährlich rund 50 Millionen Euro weniger Energiekosten bedeuten”, so Umweltministerin Gönner. Gleichzeitig würde der Kohlendioxidausstoß um etwa 200.000 Tonnen pro Jahr verringert. Wenn auch Industrie und Bürger ihre Beleuchtung auf den aktuellen Stand der Technik bringen, beträgt nach Schätzung des ZVEI das gesamte Einsparpotenzial für Baden-Württemberg sogar 420 Millionen Euro. Umgerechnet ließe sich damit der CO2-Ausstoß pro Jahr um 1,7 Millionen Tonnen verringern.

“Die Kommunen haben beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle. Über die konkreten Möglichkeiten Energie noch effizienter zu nutzen haben sie eine wichtige Vorbildfunktion.” Mit dem neuen Förderprogramm werde ein Impuls für einen breiten Einzug effizienter Beleuchtungstechniken bei Städten und Gemeinden gesetzt, zeigte sich Gönner überzeugt. Das im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes entwickelte Förderprogramm ist mit einer Million Euro ausge-stattet. Der Zuschuss orientiert sich an dem über eine Lebensdauer von 15 Jahren verminderten Kohlendioxidausstoß und liegt bei 50 Euro pro eingesparter Tonne CO2. “Wir rücken mit dem Programm auch unserem Ziel näher, die Energieeffizienz im Land um jährlich zwei Prozent zu steigern”, so Umweltministerin Gönner.

Die Städte und Gemeinden seien außerdem aufgerufen über das Förderprogramm hinaus, die Beleuchtung in kommunalen Liegenschaften wie Rathäusern, Ämtern und Sportstätten auf den neuesten Stand zu bringen, appellierte Umweltministerin Gönner. “Es ist sehr viel in Bewegung gekommen. Immer mehr Kommunen führen ein professionelles Energiemanagement ein und identifizieren so mögliche Einsparpotenziale.” Dennoch seien nach Angaben des ZVEI noch drei Viertel der Bürobeleuchtung sanierungsbedürftig.

Anträge für das neu aufgelegte Förderprogramm “Energieeffiziente Straßenbeleuchtung” können bis 30. April 2009 bei der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA), Kaiserstraße 94, 76133 Karlsruhe, eingereicht werden. Antragsunterlagen im Internet unter: www.kea-bw.de

Eckpunkte des Förderprogramms:

Gefördert werden die Erneuerung beziehungsweise der Austausch von Lampen und Leuchten, die Verbesserung von Steuerung, Regelung und Management sowie die Umrüstung von Lichtzeichenanlagen auf LED-Technik.

Der Förderbetrag wird analog zu den CO2-Minderungsprogrammen im Landesförderprogramm Klimaschutz-Plus nach der Höhe der CO2-Einsparung bemessen:
50 Euro pro vermiedener Tonne CO2 über eine Lebensdauer von 15 Jahren.

Bis zu einem Maximalbetrag von 50.000 Euro pro Antrag werden höchstens 25 Prozent der förderfähigen Investitionen gefördert.

Anträge können bis zum 30. April 2009 bei der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA), Kaiserstraße 94, 76133 Karlsruhe, eingereicht werden. Antragsunterlagen im Internet unter: www.kea-bw.de.

Durch eine Berichtspflicht der Förderempfänger soll eine Best-Practice-Sammlung erstellt werden.

Quelle: PM © Umweltministerium Baden-Württemberg– Bild © aboutpixel.de

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3 Antworten »

  1. Hallo
    Ich komme aus einer kleinen Gemeinde mit großem Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung.
    Ich bin gerade auf der suche nach alternativen Lösungen und bin dabei auf ihre Seite gestoßen.
    Können sie mir eventuell Info-material zukommen lassen?
    Da unsere Haushaltslaage natürlich dramatisch ist bin ich besonders an Systemen interessiert, die nach und nach ausgetauscht werden können oder wo nur die Leuchtmittel ausgetauscht werden müssen o.ä. .
    Vielen Dank

    Martin Oels

  2. Hallo Herr Oels,

    das hier angesprochene Förderprogramm gilt für Baden-Württemberg, Sie informieren sich besser beim Umweltministerium in ihrem Bundesland über entsprechende Fördermöglichkeiten. Wir sind nur ein reines Info-Portal, das bei Interesse auf die zuständigen Stellen verweist. Mit herzlichem Gruss regiozeiger.de

  3. Hallo Herr Oels,

    Ich habe eine interessante Lösung für Ihr Problem.
    Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte unter Agrartron@web.de

    Vielen Dank
    H.Schwarz


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