Kaum Öko bei KFZ-Versicherungen
Öko ist in. Auch beim Automobil. Doch leider geht der Trend zur Zeit noch an den Kfz-Versicherern vorbei. Es gibt kaum Öko-Tarife bei den Kfz-Versicherungen. Gemäß einer Analyse von FinanceScout24 bieten weniger als die Hälfte der Versicherungen spezielle Tarife an, welche umweltbewusstes Fahren belohnen. Und selbst wenn es einen entsprechenden Tarif für schadstoffarme Fahrzeuge geben würde, dann fielen die Versicherungsprämien nicht unbedingt günstiger aus.
Das größte Sparpotential für Fahrzeuge mit Elektromotor, Hybridtechnik oder Biokraftstoff-Antrieben liegt derzeit fast ausschließlich bei der Kraftfahrzeugsteuer und an der Tankstelle. Die Kfz-Versicherungen hinken in Punkto Sparpotential noch deutlich hinterher. In unserem Nachbarland, der Schweiz, sieht das schon besser aus. Dort können die Besitzer eines Hybridfahrzeuges mit einem 25-prozentigen Nachlass auf die KFZ Haftpflicht- und Kaskoversicherung rechnen. Eben solches gilt auch für mit Erdgas, Biogas und Ethanol angetriebene Fahrzeuge. Am besten fährt man aber mit einem Elektroauto, laut comparis.ch sind dort 50% Rabatt möglich.
Hierzulande darf man von derart günstigen Versicherungstarifen nur träumen. Die ADAC-Kaskoversicherung und die Württembergische räumen für umweltfreundliche Antriebe 10% Nachlass ein. Die Rheinland-Versicherungen belohnen Autofahrer, die weniger als 20.000 Km/Jahr fahren und/oder ein Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr besitzen. Mehr als 10 Prozent Ersparnis bietet hierzulande keine Kfz-Versicherung an. Meist im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß des Fahrzeugs. Ursache für die Zurückhaltung bei den Versicherungen soll eine zu geringe Nachfrage sein.
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