Macht erneuerbare Energie Strom teurer?
Die Unternehmen des Energiekonzerns Eon werden im Mai die Strompreise anheben. Verbraucher müssen sich im Schnitt auf 4,2 Prozent höhere Ausgaben einstellen, abhängig von Vertriebsgesellschaft und Region, berichtet RP-Online. Betroffen seien Kunden in Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Schleswig Holstein. Lediglich in Thüringen blieben die Preise in diesem Jahr vorerst stabil. Ein Sprecher des Konzerns begründet die Preisanhebung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG.
Die Umlage, die von den Stromriesen im Rahmen des EEG bezahlt werden muss, stieg um rund 75 Prozent. Das entspricht etwas mehr als zwei Cent je Kilowattstunde, die sich auf die Kalkulation und ab Mai dann auch auf die Rechnungen der Kunden niederschlagen. Sinn der Umlage ist es, Ökostrom-Investitionen – also Projekte, die erneuerbare Energie liefern sollen – zu subventionieren. Dass es nach und nach zu Lasten der Verbraucher geht, wird nicht jedem passen. Steigende Strompreise haben noch nie für Jubelstürme gesorgt.
Das weiß auch die FDP. Sie warnt daher vor einem allzu schnellen Ausstieg aus der Atomenergie. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, fasst es in drastischen Worten zusammen: „Die Förderung der erneuerbaren Energie wird die Stromverbraucher in den nächsten Jahrzehnten Milliarden Kosten.“ Statt die Atomkraftwerke noch in diesem Jahr abzuschalten, rät er zu einer „Brücke ins regenerative Zeitalter“, damit die Strompreise nicht explosionsartig steigen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) steht nach wie vor zu seiner Aussage, dass die Atomkraft nur so lange benötigt werde, bis sie durch Ökostrom ersetzt werden könne.
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