Erneuerbare Energie & Alternative Energien
Ein Info- und Branchenportal



Preisverfall bei Solarmodulen

Interessenten und Häuslebauer freut es, der Branche treibt es den Schweiß auf die Stirn: Solarmodule werden immer günstiger. Laut Prognose des Solar-Marktforschers „Meine Solar“ hält der Preisverfall noch weiter an und lässt die Margen der Hersteller deutlich schrumpfen. Galt schon 2009 als Krisenjahr für Firmen, die sich auf die Produktion von Solarmodulen spezialisiert haben, könnte 2010 noch einmal deutlich schlechter ausfallen – trotz der gestiegenen Nachfrage und eines spürbaren Wachstums.

Doch wie kann das sein? Auf der einen Seite wächst der Bedarf an erneuerbaren Energien und sind immer mehr Hausbesitzer bereit, in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren. Auf der anderen Seite sacken die Preise in den Keller und werden laut Michael Ziegler, Geschäftsführer von „Meine Solar“, spätestens im dritten Quartal zur Branchenkonsolidierung führen. Das Problem ist vielschichtig. Für den Preissturz sind nicht nur Überkapazitäten verantwortlich, auch Rezession und Finanzkrise haben der Branche zu schaffen gemacht. Darüber hinaus ist der spanische Markt eingebrochen und sorgte die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für eine böse Überraschung. In der Summe ergibt sich eine recht explosive Mischung.

Wenngleich der Knall bislang ausgeblieben ist, gesellt sich zumindest für die deutschen Firmen in jüngster Zeit ein weiteres Problem hinzu: Die Konkurrenz aus Fernost wächst und überschwemmt den Markt mit günstigen Modulen. In China kann wesentlich preiswerter produziert werden. Das macht sich bemerkbar. Aktuell kommen deutsche Unternehmen zwar noch auf einen Anteil von 59 Prozent in der Bundesrepublik. Fernost steuert allerdings jetzt schon 36 Prozent bei, hinzu kommen Produkte aus den USA und anderen Ländern.

Das alles führte dazu, dass im vergangenen Jahr der Preis für Module um rund 40 Prozent in den Keller gesackt ist. 2010 geht es noch weiter bergab. Spätestens, wenn die Einspeisevergütung wie geplant im Juni gesenkt wird, dürfte sich das erheblich auf den Markt auswirken. Experten rechnen mit einem Preisverfall von bis zu elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hochgerechnet ergäbe sich für eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage je Kilowatt-peak ein Preis von 3.000 bis 3.150 Euro in diesem Jahr. 2009 mussten rund 3.450 Euro investiert werden. 2008 lag der Durchschnittspreis noch bei 4.300 Euro. Wie gesagt: Die Kunden freut es.

Hier finden Sie thematisch passend weitere Einträge aus unserem Firmenportal, oder aktuelle Beiträge aus den EU Wirtschaftsnews:
• ZEW Energiemarktbarometer • Alternative Energie als Geldanlage • China setzt auf regenerative Energie • Solarenergie 

Infocenter

Unternehmen

Keine Kommentare zu “Preisverfall bei Solarmodulen”



-->

Jährliches Archiv