Offshore-Testfeld nördlich von Borkum ist fertig
Das weltweit einmalige Offshore-Windpark-Projekt „alpha ventus“ ist fertig. Nach sieben Monaten Bauzeit errichteten die Betreiber – E.ON, EWE und Vattenfall – am Montag die letzte von zwölf Windkraftanlagen mit jeweils fünf Megawatt Leistung. Der Windpark befindet sich 45 Kilometer nördlich von Borkum und dient unter anderem als Testfeld für zukünftige Projekte dieser Art. Ziel ist es, 50.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
Sechs der Anlagen sind bereits seit August in Betrieb. In den kommenden Wochen werden auch die übrigen Windräder Schritt für Schritt ans Netz angeschlossen. Die eigens für das Projekt gegründete Betreibergesellschaft, die Deutsche Offshore-Testfeld- und Infrastruktur GmbH, kurz DOTI, hat rund 250 Millionen Euro in „alpha ventus“ investiert. Da der Windpark Pilotcharakter hat, werden die Erfahrungen, die beim Bau, der Inbetriebnahme und dem eigentlichen Betrieb der Anlage gesammelt wurden und noch werden, genau ausgewertet. Sie fließen in die Planung weiterer Offshore-Projekte ein.
Berücksichtigt werden müssen dabei auch Umweltaspekte. Denn neben Lob für das Bemühen um erneuerbare Energie erntet „alpha ventus“ auch Kritik. Umweltschützer befürchten, dass Zugvögel durch die 155 Meter hohen Turbinen gefährdet werden könnten. Zudem steige durch die Verankerung in 30 Metern Tiefe die Gefahr einer Havarie von Öltankern und anderen Schiffe. Diese Kriterien werden sicherlich ebenso beobachtet werden wie die Leistung – wenn auch vermutlich von unterschiedlichen Warten aus.
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