Durch erneuerbare Energie wurden 106 Millionen Tonnen CO2 eingespart
Die „Emissionsbilanz erneuerbare Energieträger“ kann sich sehen lassen: Im Jahr 2007 wurden laut Bundesumweltamt durch den Einsatz alternativer Energien 106 Millionen Tonnen weniger CO2 produziert. Gleichzeitig stieg der Anteil am Endenergieverbrauch in der Zeit von 1997 bis 2007 um das Dreifache auf 234 TWh (Terawattstunden – eine Million Kilowattstunden). Das entspricht rund 9,8 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Dementsprechend lautet das Fazit: „In den vergangenen zehn Jahren verlief der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland sehr erfolgreich.“
Die Bilanz, die in der ausführlichen Fassung samt Glossar, weiterführenden Datenquellen und Informationen zur Methodik 99 Seiten umfasst, gliedert genau auf, in welchen Bereichen wie viel Kohlendioxid eingespart werden konnte. Die Grundlagen für die Berechnungen wurden Mitte März im Rahmen eines Experten-Workshops geschaffen. Daraufhin wurde die Neuberechnung der Netto-Emissionsbilanz vorgenommen. Sie teilt sich in den Stromsektor, wo 67 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden konnten, den Wärmesektor mit 28 Millionen Tonnen und den Verkehr mit elf Millionen Tonnen. Macht in der Summe 106 Millionen Tonnen CO2, die weniger an die Umwelt abgegeben wurden.
Werden zusätzlich die Treibhausgase Methan und Lachgas in die Berechnung einbezogen, ergibt sich eine noch bessere Netto-Emissionsbilanz der erneuerbaren Energien. Dann steigt der Wert auf 107 Millionen Tonnen (Strom: 71, Wärme 29 und Verkehr 7). Großen Wert legen die Autoren darauf, dass es sich um eine Netto-Bilanz handelt. Berücksichtigt wurden daher auch die Emissionen, die in den vorgelagerten Prozessen entstehen. Darunter fallen bei Windkraftanlagen zum Beispiel der Transport vom Hersteller an den Standort und die Produktion.
Ausruhen möchte und kann man sich auf den Lorbeeren allerdings nicht. Die Ziele für die Zukunft sind hoch gesteckt und folgen der EU-Richtlinie zur Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Bis 2020 soll im Strombereich ein Anteil von mindestens 30 Prozent erreicht werden. 2007 lag er bei 14,2 Prozent. Bei der Wärmebereitstellung werden 14 Prozent angepeilt (2007: 7,6 Prozent) und beim Verkehr rund zehn Prozent bezogen auf den Benzin- und Dieselverbrauch. Unter dem Strich soll 2020 ein Wert von 18 Prozent für den gesamten Energiesektor stehen.
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