Photovoltaik ist auf dem Vormarsch
Veranstaltungen wie die 24. Kongressmesse für Photovoltaik in Hamburg sind hervorragende Gradmesser für den Erfolg und den Fortschritt einer Branche. 950 Unternehmen präsentieren sich in der Hansestadt und sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Strom aus Sonnenlicht weiter auf dem Vormarsch ist.
Was vor einigen Jahren noch als Nische bezeichnet wurde, ist heute ein riesiger Wirtschaftsfaktor. In Deutschland haben 75 Hersteller im vergangenen Jahr zehn Milliarden Euro umgesetzt. Diese Entwicklung unterstreichen auch die Zahlen der Europäischen Kommission. In der Zeit von 2007 bis 2008 stieg die Produktion von Modulen um rund 80 Prozent auf 7.300 Megawatt. Bis 2015 werden 60.000 Megawatt erwartet.
Der rasante Anstieg lässt sich leicht begründen: Aus kleinen Manufakturen sind in inzwischen automatisierte Massenfertigungen geworden. Dieser Trend wird auch auf der Messe immer deutlicher. Der Vorteil: Die Solarmodule werden dauerhaft günstiger. Das ist auch zwingend nötig. Denn die Konkurrenz aus Fernost schläft nicht. In Hamburg sind sehr viele chinesische Unternehmen präsent. Sie bieten ihre Ware extrem günstig an. Um dem entgegenzutreten, setzen die deutschen Firmen auf technologischen Fortschritt. Der Bundesverband Solarwirtschaft erklärt dazu: „Die deutsche Solarbranche will in den Jahren 2010 bis 2013 insgesamt zehn Milliarden Euro für den Ausbau und die Modernisierung ihrer Fotovoltaik-Produktionen ausgeben.“
Dazu seien allerdings auch weiterhin stabile politische Rahmenbedingen, sprich Förderanreize für Verbraucher, nötig. Entsprechend sauer reagierte die Branche auf den Vorstoß von Frank Asbeck. Der Solarword-Chef hatte in der Financial Times Deutschland gefordert, die Einspeise-Vergütung schneller als geplant zu senken. Sonderlich viel geben Kenner allerdings nicht auf solche Worte, wenngleich die deutsche Photovoltaik-Industrie sich immer wieder vorhalten lassen muss, auf Kosten der Stromkunden subventioniert zu werden. Das ändert allerdings nichts an der positiven Stimmung. Durch die niedrigen Herstellungskosten für die Module und damit fallende Preise würden die Vergütungen auf Dauer ohnehin überflüssig.
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