Energie für die Zukunft
In einer feierlichen Veranstaltung werden sich am 10. Februar in Brüssel fast 300 Städte dazu verpflichten, über das EU-Ziel einer Verringerung der CO2-Emissionen um 20 % bis 2020 noch weiter hinauszugehen. Darunter sind große Städte wie Bielsko-Biała, Budapest, Hamburg, Lissabon, Madrid, Riga und Zagreb.
Der Bürgermeisterkonvent wird während der jährlichen europäischen Konferenz über nachhaltige Energiesysteme abgehalten, auf der neue Entwicklungen auf dem Gebiet CO2-armer Technologien und erneuerbarer Energien vorgestellt werden. Auf dieser größten Veranstaltung der Woche für nachhaltige Energie (9.–13. Februar), die in 52 europäischen Städten stattfindet, werden auch Preise für die innovativsten Projekte verliehen.
Einige Städte haben das Ziel von 20 % bereits tatkräftig in Angriff genommen. Eine der aktivsten, die deutsche Stadt Heidelberg, hat eine Agentur eingerichtet, um den Bürgern Ratschläge zur Energieeinsparung zu geben. „In den letzten 10 Jahren Haben wir den CO2-Ausstoß unserer städtischen Einrichtungen um fast 40 % verringert“, sagt der Heidelberger Bürgermeister Eckart Würzner.
Erst vor zwei Monaten hatten die Staats- und Regierungschefs der EU ein umfassendes Maßnahmenpaket vereinbart, um Europas Beitrag zum Klimawandel zu reduzieren. Diese Reform der europäischen Energiepolitik, die weit über bisherige Maßnahmen hinausgeht, soll Europa zum weltweiten Vorreiter auf dem Gebiet erneuerbarer Energien und CO2-armer Technologien machen. Dies kann dazu beitragen, unsere Wirtschaft vor den Auswirkungen steigender Energiepreise und unsicherer Lieferungen zu schützen.
Die Energiepreise in der EU stiegen 2008 um rund 15 %, teilweise aufgrund der steigenden Nachfrage in Entwicklungsländern wie China und Indien. Die EU bezieht mehr als 50 % ihrer Energie von außerhalb – mit steigender Tendenz. Ein Großteil davon kommt aus Russland, dessen Streitigkeiten mit Transitländern in den letzten Jahren mehrfach zu Lieferunterbrechungen geführt haben. Zuletzt war die Versorgung im Januar fast zwei Wochen lang unterbrochen. Quelle: PM & Bild © Europäische Kommission
Stichworte zum Thema: CO2, Energieeinsparung, Energiepreise, Klimawandel
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